Herzlich willkommen bei Tanja Richters Institut für Pferdephysiotherapie
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Abnormes Bewegen im Schritt

Schiefes Gehen

Dringend handeln

Wie „ein Schluck Wasser in der Kurve“ geht das Pferd „windschief“ quasi auf zwei Hufschlägen. Die Hinterbeine laufen im Vergleich zur Vorhand seitlich versetzt. Es ist fast eine Art Vorwärts-Seitwärts. Diese Art zu gehen kommt bei sehr alten Pferden vor, die häufig schon lange Zeit nicht mehr liegen oder traben und abgemagert sind. Sehr starke Schmerzen im Rücken veranlassen die Pferde, so zu gehen. Oder: Weil sie so gehen, haben sie keine Schmerzen. Wenn jüngere Pferde unter 20 Jahren so laufen, ist wirklich ein großes Problem im Rücken vorhanden. Starke Muskelschmerzen, Verwachsungsprozesse von Wirbelsegmenten oder Einklemmungen von Nerven können vorliegen. Das Pferd benötigt dringend tierärztliche Unterstützung und eine gute Pferdephysiotherapie. Jede Form von „Einrenken“ verschlimmert die Schmerzen!

Tierarzt wird benötigtHufschmied / HufbearbeiterDer Physiotherapeut / Osteopath wird benötigtStallmanagement / Haltungsbedingungen Trainer / ReitlehrerMit Futterberater / Ernährung klären

Hahnentritt

Beobachten

Es erscheint eine eigenartige Zuckung im Hinterbein, besonders beim Antreten des Pferdes. Merkwürdigerweise ist im Trab fast nichts mehr zu sehen. Die Ursache des „Zuckfußes“ ist unbekannt.  Manchmal ist es eine Verspannung des lateralen Zehenstreckers oder es wird durch eine Irritation im Rückenmark hervorgerufen.

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Schwanken

Dringend handeln

Das Pferd leidet an einer „Ataxie“. Manchmal wird dies von einem Knochenbruch im Bereich des Kopfes verursacht (zum Beispiel Zungenbein), durch eine Blutung im Rückenmark in den Nackengelenken (nach Einrenken oder Stoßen) oder durch seltene Erreger (Borna). Durch extreme Verspannungen im  Genick (nach Einrenken, an der Anbindung reißen, Stoßtrauma, Zahnbehandlungen) kann es ebenfalls zum Schwanken des Pferdes kommen. Möglich ist auch eine schwere Erkrankung.  Auf jeden Fall ist der Tierarzt hinzuzuziehen!

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Head shaking

Handeln empfohlen

Hoch und runter wippt das Pferd mit Kopf und Hals. Die Pferde sind so teilweise nicht reitbar, weil sie unkonzentriert sind, stolpern und teilweise nicht zügelbar sind. Die Hals- und Nackengelenke werden arg belastet. Die Ursachen sind nicht immer eindeutig identifizierbar. Es besteht ein nervender Reiz in den Nasenschleimhäuten, im Gesicht, im Maul, in der Mähne oder in den Nackenmuskeln. Die Ursachen können sein:

  • Satteldruck (tritt nur beim Reiten unter dem Sattel auf)
  • Zügelzug (Schmerzen mit der Trense oder den Zähnen, ausgelöst durch den Zügelzug)
  • Genickmuskel-Verspannungen
  • Milben in der Mähne
  • Pollenallergie (tritt nur bei Bewegung in den Pollenmonaten auf)
  • Stauballergie (tritt besonders im Winter im Stall auf)
  • Sonnenallergie (tritt nur auf der Weide bei starker Sonnenbestrahlung auf)
  • Trigeminus-Reizung (ein Kopfnerv ist entzündet)

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Abnormitäten beim Aufsitzen

Dringend handeln

Erst wenn das Pferd Dir folgt, und beim Aufsitzen einladend ruhig stehen bleibt, darfst Du Dein Pferd reiten, und keine Minute früher! sagt Hans-Jürgen Neuhauser. Wenn das Pferd Anstalten macht, den Reiter nicht auf seinen Rücken lassen zu wollen, dann stimmt die entweder die körperliche Voraussetzung zum Tragen nicht oder die Beziehung zwischen Mensch und Pferd stimmt nicht.

Pferde, die den Reiter nicht aufsitzen lassen wollen, können rückwärts gehen, zappeln oder gar steigen oder auch sich fallen lassen.

Wenn Pferde direkt nach dem Aufsitzen in die Knie sinken, haben diese starke Rückenschmerzen. Der Reiter ist entweder zu schwer, oder sitzt zu lange auf dem Pferd oder stört das Pferd in seiner Balance.

Am einfachsten zu lösen ist das Problem des Aufsitzens, wenn es nur am Sattel gelegen hat, Dieser ist dann einfach auszutauschen.

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